Erzbergrodeo 2026: Jubiläum, E-Bikes und Lettenbichler

16. April 2026 7 Aufruf(e) 4 Min. Lesezeit

Das Red Bull Erzbergrodeo feiert vom 4. bis 7. Juni 2026 sein 30. Jubiläum am steirischen Erzberg. Manuel Lettenbichler geht als klarer Topfavorit auf seinen fünften Erzberg-Sieg in Folge – und erstmals dürfen Elektromotorräder in allen Rennbewerben starten.

30 Jahre – ein Event, das eine Disziplin erfunden hat

1995 begann das Erzbergrodeo als überschaubarer Offroad-Wettbewerb mit einigen hundert Startern. Heute ist es das renommierteste Extreme-Enduro-Event weltweit. In 29 Ausgaben haben über 35.000 Fahrer aus mehr als 55 Nationen den Erzberg unter die Räder genommen – mehr als eine Million Zuschauer waren live dabei. Heinz Kinigadner, der bereits bei der Premiere 1995 am Start war, bringt es auf den Punkt: Der Erzberg gilt als Geburtsort des Hard Enduro, ein Event, das jeder in der Szene kennt.

Für das Jubiläumsjahr plant Veranstalter Karl Katoch gemeinsam mit seinem 600-köpfigen Team ein erweitertes Programm. Walk of Fame, Legends Parade und ein neues Racing Side-Event in der Arena ergänzen den klassischen Rennkalender. Das Rocket Ride soll spektakulärer werden als je zuvor, und auch für den Iron Road Prolog sind konkrete Neuerungen in Arbeit. Bereits wenige Wochen nach Öffnung der Anmeldung hatten sich über 1.000 Fahrer aus aller Welt ihren Startplatz gesichert.

Die größte Neuerung: Elektromotorräder starten erstmals

Zum Jubiläum öffnet das Erzbergrodeo seine Pforten für Elektromotorräder – bei allen Rennbewerben. Vom Rocket Ride Steilhangrennen über den Iron Road Prolog bis zum Hauptrennen dürfen Bikes mit rein elektrischem Antrieb ins Geschehen eingreifen. Mit Stark Future ist ein dedizierter Elektro-Offroad-Hersteller als Partner mit an Bord, die nötige Ladeinfrastruktur liefert RHK Energy Solutions direkt vor Ort.

Ob E-Motorräder den extremen Bedingungen des Erzbergs standhalten, bleibt eine der spannenden Fragen des Wochenendes. An der Substanz des Rennens ändert sich nichts: Der Berg aus Eisen bleibt das härteste Extreme Enduro der Welt.

Lettenbichler: vier Titel, fünfter Anlauf

Manuel Lettenbichler geht als klarer Topfavorit ins Rennen. Der Bayer auf Red Bull KTM Factory Racing hat den Erzberg viermal in Folge gewonnen – eine Dominanz, die in der Geschichte des Events ihresgleichen sucht. Seine Waffe für 2026: die KTM 300 EXC, mit der er auch in der FIM Hard Enduro World Championship antritt. Die WM-Saison 2026 startete Lettenbichler Mitte April mit dem Alestrem in Frankreich, der Erzberg Anfang Juni ist ein Sonderziel außerhalb des offiziellen Kalenders.

Neben dem Erzberg hat er im Juli die Red Bull Romaniacs im Visier, wo er einen dritten Sieg in Serie und insgesamt seinen sechsten Gesamtsieg anpeilt. Ein Programm, das kaum Spielraum für Schwäche lässt – und das die Messlatte für alle Verfolger entsprechend hochlegt.

Ausrüstung, die am Erzberg zählt

Extreme Enduro stellt an Schutzausrüstung höhere Anforderungen als fast jede andere Disziplin. Stürze im technischen Gelände, Felspassagen und der physisch intensive Charakter des Rennens machen solide Protektion zur Pflichtausrüstung. Brustpanzer, Nackenschutz, Knieschützer und ein gut sitzender Crosshelm gehören zum Standard der Erzberg-Starter. Lettenbichler und seine Konkurrenten laufen dabei mit Werksmaterial von KTM und Leatt – Ausrüstung, die du auch im Enduro-Store findest.

Alle Infos zum Event, das Programm und die aktuelle Starterliste findest du auf redbullerzbergrodeo.com.

Enduro Protektoren für den harten Einsatz – Brustpanzer, Nackenschutz und Knieschützer im Überblick.

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Carsten

Inhaber Enduro-Store – aktiver Offroad-Fahrer und Shopbetreiber seit 2006

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